Hilfe durch Geldspenden

Frühe Hilfen: „born to be CHILD“

Seit 2010 ist das Projekt „born to be CHILD“ fester Bestandteil der Frühen Hilfen der AWO-Freiburg.


Das Projekt beinhaltet eine aufsuchende Familienarbeit, die bereits frühzeitig Hilfestellungen für überforderte sozial benachteiligte Familien und Alleinerziehende mit Säuglingen und Kleinkindern leistet. Betroffene Familien und Kinder sollen mit dieser präventiven Arbeit möglichst niederschwellig angesprochen werden und im Rahmen der Frühen Hilfen individuelle und bedarfsgerechte Hilfen und Unterstützung erfahren.

Zentrale Bausteine des Projektes sind:

Die Kurse und Gruppenangebote für Eltern sollen mit helfen, Erziehungs- und Bildungskompetenzen zu erweitern und damit Prävention und Frühe Hilfen zu sichern.

Das ganzheitliche Konzept sieht auch die enge Kooperation mit Kinderärzten, Therapeuten, Sozialpädiatrisches Zentrum, Sozial- und Jugendamt, Gesundheitsamt, Familienhilfe, Hebammen und Erziehungsberatungsstellen vor. Hierbei ist das vorhandene Netzwerk sehr hilfreich und bietet große Unterstützungspotentiale.

Ziele:

Zielgruppen des Projekts:

vorrangig in den Freiburger Stadtteilen Weingarten, Haslach und Landwasser

Schwierige Lebenssituationen sind oftmals gekoppelt mit Armut. Arm in diesem Zusammenhang bedeutet dabei nicht nur ein Mangel an materiellen Ressourcen. Arme Kinder sind zumeist in mehreren Lebensbereichen benachteiligt oder werden ausgegrenzt. Armut ist deshalb als ein mehrdimensionales Problem zu begreifen. Kinder sind nicht nur in Bezug auf die materielle Teilhabe beeinträchtigt, sondern oft auch in ihren kulturellen, sozialen und gesundheitlichen Ressourcen geschwächt. Und dies bereits in den frühen Kindesjahren.

Prävention von Kinderarmut

Nicht zuletzt aufgrund der von der AWO-Freiburg seit dem Jahr 2008 durchgeführten Kampagnen gegen Kinderarmut, hat die Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik das Thema Kinderarmut als wichtiges Thema erkannt und entsprechende Maßnahmen umgesetzt, z.B. stärkere Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen, mehr Personal in Einrichtungen mit einem hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund.

Mit dem Projekt der aufsuchenden und niederschwelligen Arbeit für und mit armen Familien wird ein wichtiger Baustein im Bereich der Prävention weiterentwickelt.

Viele Hilfe- und Unterstützungsangebote erreichen die betroffenen Familien gar nicht oder viel zu spät. Mit dem frühen Erreichen der jungen Familien und der Gewinnung zur Beteiligung an Kita-internen Angeboten, wird vor allem bei den Müttern mit Migrations hintergrund ein neues Selbstvertrauen geschaffen. Dieses Selbstvertrauen soll dazu beitragen auch Angebote außerhalb der Kita, im Stadtteil oder darüber hinaus, wahrzu nehmen.
Weiter soll die aufsuchende Arbeit dazu beitragen die immaterielle Armut zu überwinden, Beziehungarmut verhindern und Bildungsarmut von vorn herein minimieren.

Wichtigstes Ziel ist das frühe Erreichen der Familien und der Kinder, um so ihre Chancen auf eine nachhaltige Bildung als Basis für eine gute Zukunft zu stärken und bis zum Schuleintritt der Kinder wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben.