Zwölf gute Gründe

eine Begegnungsstätte zu besuchen

  1. Begegnungsstätten sind soziale Treffpunkte im Stadtteil

    Für ein aktiv und positiv gestaltetes Alter ist es sinnvoll, die im Leben erworbenen sozialen Kompetenzen zu pflegen und auch im Alter auszubauen.In einer Begegnungsstätte können Menschen – unabhängig von ihrer kulturellen und sozialen Herkunft und ihrem wirtschaftlichen Status – im Stadtteil Kontakte zu Menschen verschiedenen Alters finden.

  2. Begegnungsstätten haben offene Türen

    Mit zunehmendem Alter fällt es Menschen oftmals schwerer, sich auf Neues einzulassen. Gleichzeitig sind der Bedarf und der Wunsch nach neuen Kontakten unverändert vorhanden. Die Begegnungsstätte ist mit ihren offenen Angeboten und Diensten eine Antwort auf diese Bedürfnisse. Während ihrer regelmäßigen Öffnungszeiten können Menschen spontan und unangemeldet kommen, in Gesellschaft sein und Kontakte knüpfen.

  3. Begegnungsstätten sind Orte der Bildung

    Lebenslanges Lernen fördert die geistige und seelische Gesundheit eines Menschen.In einer Begegnungsstätte können ältere Menschen – angepasst an ihr Leistungsvermögen und ihre Interessen – soziale und kognitive Fähigkeiten vertiefen oder neu erwerben. Dabei wird berücksichtigt, dass Inhalte, Methoden und Rahmenbedingungen der Bildungsangebote den Bedürfnissen und Wünschen der Seniorinnen und Senioren Rechnung tragen.

  4. Begegnungsstätten sind Anlaufstellen im Stadtteil

    Um die Herausforderungen des Lebens im Alter in einer sich immer schneller verändernden, unübersichtlich werdenden Welt annehmen zu können, sind Informationen und Orientierungspunkte notwendig.Begegnungsstätten geben eine Erstberatung bei allen Fragen des Alterns und vermitteln gegebenenfalls an Facheinrichtungen weiter.

  5. Begegnungsstätten sind Orte der Beteiligung und Gestaltung

    Bis ins hohe Alter haben Menschen das Bedürfnis, ihr Lebensumfeld aktiv zu gestalten. In Begegnungsstätten haben sie die Möglichkeit, sich ehrenamtlich und bürgerschaftlich zu engagieren.Dabei können sie selbstbestimmt ihre Vorstellungen und Fähigkeiten einbringen und erfahren organisatorische und fachliche Unterstützung durch die hauptamtlichen Mitarbeitenden.

  6. Begegnungsstätten bieten Begleitung in schwierigen Lebenslagen

    Körperliche, psychische und geistige Veränderungen im Alter, Sinnfragen oder der Verlust nahe stehender Angehöriger, können Menschen in kritische und schwierige Lebenslagen bringen.Begegnungsstätten bieten Begleitung und Vermittlung von Hilfen durch die Mitarbeitenden sowie Unterstützung durch die Gemeinschaft der Besucherinnen und Besucher.

  7. Begegnungsstätten sind offen für alle Generationen

    Die Veränderungen durch den demografischen Wandel erfordern neue Wege im Miteinander der Generationen.

    Begegnungsstätten können Treffpunkte der Generationen sein.

    Sie sind Orte der Kommunikation und des gemeinsamen Erlebens von Menschen unterschiedlichen Alters.

  8. Begegnungsstätten erfahren die Herausforderungen des Alters

    Das Altern bringt neue Herausforderungen mit sich. Begegnungsstätten nehmen Veränderungen wahr sowohl beim Einzelnen wie auch bei der Gruppe. Daraus folgend entwickeln sie, zum Beispiel zum Thema „Demenz“, neue Angebote und stellen ihre Räume für Gruppen dementiell Erkrankter zur Verfügung. Begegnungsstätten leisten Aufklärungsarbeit durch Vorträge und individuelle Beratung der Erkrankten bzw. in der Regel der Angehörigen.

  9. Begegnungsstätten suchen Zugang zu älteren Menschen im Stadtteil

    Das Thema des „Älterwerdens“ in seinen vielfältigen Facetten ist Hauptbestandteil der Arbeit in den Begegnungsstätten. Ihr Auftrag ist es, dieses Thema in den Stadtteil zu tragen und somit auf vielfältige Weise den Zugang zu älteren Menschen zu ermöglichen.Dies kann über thematische Veranstaltungen, über die Organisation von Besuchsdiensten oder Fahrdiensten, über die Zusammenarbeit mit Pflegediensten geschehen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

  10. Begegnungsstätten bieten Räumlichkeiten und Infrastruktur für Gruppen und Initiativen

    In den Stadtteilen fehlen häufig geeignete Räume, in denen sich Gruppen und soziale Initiativen ohne größeren Aufwand, finanziell wie organisatorisch, treffen können.

    Solchen Gruppen bieten Begegnungsstätten an, ihre Infrastruktur und Räume kostengünstig zu nutzen.

  11. Begegnungsstätten sind Teil von Netzwerken und Orte der Vernetzung

    Begegnungsstätten sind Teil der sozialen Infrastruktur eines Stadtteils.

    Sie thematisieren und bündeln die Fragen des Älterwerdens vor Ort.

    Als Teil des Netzwerkes ermöglichen sie es,.den Herausforderungen des Alterns wohnortnah und altersgerecht zu begegnen. Gleichzeitig unterstützen Begegnungsstätten dabei, individuelle Netzwerke zu knüpfen.

  12. Begegnungsstätten haben Strukturen für eine moderne Offene Altenarbeit

    Begegnungsstätten sind zentrale Einrichtungen im Stadtteil, die regelmäßige Sprech- und Beratungszeiten für Seniorinnen und Senioren anbieten. Neben offenen Angeboten bilden Kurs- und/oder Gruppenarbeit einen eigenen Schwerpunkt. Regelmäßig erscheinende Programme informieren die Nutzer/innen im Stadtteil und in den Medien über die vielfältigen Angebote.

    Begegnungsstätten bieten Räume und Sachausstattung für eine variable Nutzung. Gemeinsam mit einer fachlich qualifizierten Leitung engagieren sich ehrenamtlich und freiwillig Helfende sowie ggf. Honorarkräfte in den Begegnungsstätten als Motoren, Initiatoren, Begleitende, Unterstützende und Moderierende.

    Die Begegnungsstätten verpflichten sich zu einer Zusammenarbeit miteinander, um das Angebot für ältere Menschen zu verbessern.