(Grundleistungen) zum Mietvertrag für die Seniorenwohnanlagen der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Freiburg e.V.
Vorbemerkung
Das Betreute Wohnen für Seniorinnen und Senioren ist eine zeitgemäße und vielfach gewünschte Wohnform im Alter. Betreutes Wohnen unterstützt den Wunsch älterer Menschen nach einem selbstständigen und selbstbestimmten Leben bis ins hohe Alter. Der/die Mieter/in entscheidet selber, welches Hilfe- oder Unterstützungsangebot er/sie in Anspruch nehmen möchte und an welche Aktivitäten er/sie teilnehmen will.
Nach über 30jähriger Erfahrung sind für die Arbeiterwohlfahrt neben der Verbindlichkeit in der Verknüpfung von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen, folgende Grundsätze unverzichtbar:
- Leben im Alter in Selbstbestimmtheit und Eigenverantwortung
- Sicherheit
- Unterstützung und Beratung, soziale Kontakte und Begegnung im Alter
Die Einführung eines Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001:2000 in Verbindung mit den Qualitätskriterien der Arbeiterwohlfahrt garantiert jederzeit eine kundenorientierte und nachvollziehbare Dienstleistung.
Zu allen Fragen des Alltags stehen wir Ihnen beratend zur Verfügung. Bei der Vermittlung von Hilfen sowohl im pflegerischen, als auch im haushalterischen Bereich unterstützen wir Sie gerne.
Grundleistungen
Sicherheit durch AWO-Notruf
Der von der Arbeiterwohlfahrt beauftragte Pflegedienst setzt für diese Tätigkeit nur examinierte Altenpfleger/innen oder Krankenschwester/-pfleger ein.
Ein Notfall tritt durch ein unvorsehbares Ereignis, eine plötzliche Erkrankung oder einen akuten Schwächezustand ein. Wenn ein Notruf aus anderen Gründen ausgelöst wird, bleibt die Berechnung des entstehenden Aufwandes im Einzelfall vorbehalten.
Jede Wohnung in einer Seniorenwohnanlage ist mit einem Notrufgerät (Teilnehmerstation und Funkfinger) ausgestattet. Im Hilfefall kann durch die Betätigung des Funkfingers über eine Telefonverbindung die Tag und Nacht besetzte Notrufzentrale um Hilfe gebeten werden.
Zusätzliche Sicherheit bietet die Aktivierung der sog. 24-Stunden-Kontrolle.
weitere Informationen zum Notruf
Unterstützung – Beratung – Begegnung – soziale Kontakte
Jeder/jede Mieter/Mieterin hat Anspruch auf Beratung, Unterstützung und Begegnung. Beratung und Unterstützung erfolgen durch unsere qualifizierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen innerhalb der ausgehängten Sprechzeiten sowie nach Terminvereinbarung. In den Urlaubszeiten finden die Sprechzeiten in einem reduzierten Umfang statt.
Die Unterstützung umfasst:
- Hilfe in akuten Notsituationen
- Erste Hilfe über Norufvermittlung
- Kontakte mit Angehörigen, Betreuerinnen/Betreuer, Ärzten, Kliniken
- Unterstützung bei der Nutzung des AWO-Notrufgerätes
- Vermittlung von Hilfe und Unterstützung im Alltag, beispielsweise
- eines ambulanter Pflegedienstes
- von hauswirtschaftlichen Hilfen
- von Mittagessen
- Persönliche Hilfestellung: Für persönliche Gespräche, beispielsweise bei psychischen oder gesundheitlichen Problemen, stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Sprechzeiten bzw. nach Terminvereinbarung zur Verfügung
Die Beratung beinhaltet:
- Hilfe bei behördlichen Angelegenheiten (z.B. Wohngeld, Grundsicherung, Antragstellung in eine Pflegestufe, Bestellung einer Betreuung)
- Hilfe bei gesundheitlichen Fragen (z.B. Pflegehilfsmittel, Vermittlung eines Pflegedienstes, Entscheidungshilfe für den Umzug in ein Pflegeheim bzw. sonstige Wohnformen)
Begegnung, Freizeitgestaltung und soziale Kontakte
Die Seniorenwohnanlage bietet mit ihren Begegnungsräumen Raum für Aktivitäten. Diese Räume können Sie nach Absprache für Ihre Freizeitaktivitäten selbstständig nutzen. Geistiges und körperliches Aktivsein sichern Zufriedenheit und den Willen zur Selbstständigkeit und für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.
Ein monatliches Freizeitprogramm mit musisch-kulturellen Angeboten, gesundheitsfördernden Maßnahmen und Lernangeboten laden Sie zur Teilnahme ein. Bei Feiern und Festen können Sie Ihre sozialen Kontakte pflegen. Die Angebote sind in den einzelnen Wohnanlagen unterschiedlich. Das Freizeitprogramm orientiert sich an der Nachfrage der Mieter/innen und ist in jeder und wird zum jeweiligen Selbstkostenpreis angeboten.
Ein monatlich erscheinendes Programmheft informiert Sie über diese Aktivitäten.